Es werde !

 

1. Zustand

Am Anfang sprach der Herr: "Es werde!",
und so entstand die gute "Mutter Erde“
aus Feuer, Wasser, Luft und Licht -
viel mehr brauchten wir damals wohl nicht.

Doch heute vergehen so manche Tage
mit viel Schmerzen, mit viel Plage,
mit viel Mühen und einiger Pein -
bis vergangen ist unser irdisches Sein.

Das Schicksal ist nicht abzuwenden,
es liegt allein in Gottes Händen;
hast gläubig Du an Ihn gedacht
hat Er das Beste d'raus gemacht.

Wer denkt schon übers Irdische hinaus,
man sagt: „Am Ende ist doch alles aus!“
jedoch schneller, als du je gedacht,
bis du im Jenseits aufgewacht.

Der Vater schenkt dir auch hier das Leben
- doch ein geistiges ist es eben -
und noch den freien Willen dazu.
Doch findet die Seele nun ihre Ruh' ?

Der alte Körper dir jetzt fehlt,
als Seele bist du hinbestellt,
um aufzunehmen Licht und Kraft,
was ohne Liebe niemand schafft.

Du willst leben und möglichst heiter,
doch geistig kommst du so nicht weiter,
verhältst dich ähnlich wie auf Erden
und kannst darum kaum liebevoller werden.

Lebst Du dann dort in arger Bedrängnis,
kommt auch dir die bitt‘re Erkenntnis:
Du als Seele hast weder Kraft noch Licht,
und sterben kannst du ewig nicht!

Du bist verzweifelt und so schwach,
wieder behaftet mit viel Weh und Ach.
Wer gibt dir Liebe, schenkt dir Licht,
damit das Geistherz dir nicht bricht?

Du fliehst zu den Menschen, suchst ihre Kraft,
verwundert darüber, wie jeder einzelne schafft,
was meist unnütz, wie du erst jetzt erkennst,
weil du vor Durst nach Liebe brennst.

Doch deine Seele erkennen die Menschen nicht,
sie verbleibt vorläufig im rechten Gericht,
und deine Schreie verhallen im Trubel der Welt,
der deinen geistigen Zustand nicht erhellt.

 

2. Hilfe

Doch die Menschen leben meist ohne Glauben dahin
und sehen im Materialismus ihren Lebenssinn,
denn zum Glauben wollen sie stets Beweise -
d‘rum glauben sie kaum und dünken sich weise,
weil der Hochmut - vom Satan gesandt -
beeinflußt zu sehr ihren weltlichen Verstand.

Fast jeder meint, glauben bedeute „nicht wissen“,
dies läßt ihm seinen Lebenszweck vermissen,
denn die Erde ist ein Läuterungsplanet,
auf dem jeder erfassen kann, wie‘s um ihn steht!

Ein Leben in Liebe, das soll‘n wir hier führen,
um das Böse zu meiden und nicht noch zu schüren,
um zum Glauben zu kommen an Jesus-Christ,
Der für uns‘re Sünden gestorben ist!

Wer glauben will, auch glauben kann,
das sagt dir ein jeder Gottesmann.
Am Willen liegt‘s, an ihm allein,
nur er läßt den Glauben ins Herz hinein!

Wer zu dir kommt und einfach spricht:
„An Jesus glauben kann ich nicht!“,
der will nicht glauben an den Sohn,
Der sitzet auf des Vaters Thron,
Der schaubar ist in Ewigkeit,
und regieret die Unendlichkeit.

Er will nicht glauben, hat kein Licht,
so daß der Tod sein Herz fast bricht
wenn er erkennt, was er irdisch versäumt,
denn Jesus lebt, und das ist nicht geträumt!

Am Kreuz von Golgatha, vor dem Abendrot,
überwand Seine Liebe den Teufel und den Tod,
indem Er des Vaters Willen vollbracht,
um uns zu erretten aus finsterster Nacht.

Er war und ist das Licht der Welt,
das dem Gläubigen jede Finsternis erhellt.
Jetzt ist Er auf ewig auch dein Berater,
denn wer Ihn sieht, der sieht den Vater,
den Schöpfer des Himmels und der Erde,
der einstens sprach: „Es werde!“

Er selbst hat in allerfinsterster Nacht,
Sein Erlösungswerk für die Menschheit vollbracht.
Es war Seine Seele im Menschen Jesus-Christ,
Der auch für deine Sünden gestorben ist!

Er ermöglicht die Rettung auch deiner Seele,
damit ihr im Jenseits die Liebe nicht fehle,
damit auch sie steige in geistige Höh‘n,
wo es so herrlich ist, so wunderschön,
damit du erkennst des Vaters Herrlichkeit
überall - in der gesamten Unendlichkeit.

Wer an Ihn glaubt, kommt nicht in dunkle Tiefen
zu denen, die nie nach Jesus-Christus riefen.
Drum glaube an Jesus und bekenne Ihm deine Sünd‘,
damit du errettet wirst aus der Höllen Schlünd‘,
denn Er baute die Brücke vom Tod zum Leben,
und nur Er kann dir deine Sünden vergeben!

 

3. Zukunft

Doch die Menschheit, die teilweise nicht glaubt,
wird bald ihres Leben-Wollens beraubt,
weil sie meist nur auslebt ihre Triebe
und nicht erkennen will Seine väterliche Liebe.

Wer achtet schon Seiner Allwissenheit und -macht,
die stets und ständig über uns wacht,
die uns beschützen will vor allem Bösen,
die uns erheben will und auch erlösen?

Drum muß jedermann ernten, was er gesäht,
denn bald kommt der Tod, der die Massen mäht,
dann geht ein jeder auf seine Weise
auf eine kurze oder eine sehr lange Reise.
Er steigt hinauf in herrlichstes Licht
oder fällt ins Dunkel, wo sein Herz fast gebricht.

Zu Ende geht nun diese Mahnung, doch am „Jüngsten Tag“ bekommst du eine Ahnung
von des Vaters Wirken durch Christus auf unserer Erde, wenn Dieser wiederum spricht: „Es werde!“

 

HDS