Die Gnadensonne II

 
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Lothar Bross [mailto:a.u.l.bross@onlinehome.de]
Gesendet: Dienstag, 19. November 2002 09:03
An: jakob-lorber@yahoogroups.com
Betreff: AW: AW: [jakob-lorber] Materie - Substanz - Essenz

Lieber Udo, lieber Heinz,

was sagt uns die Kundgabe in dem 3. Band der "Himmelsgaben von Jesus durch Jakob Lorber über den "Schwachen" ? Diese Kundgabe habe ich abgelegt unter

Herausgreifen möchte ich :

Sehet, die Welt war also tot in ihrer Bosheit und konnte sich somit unmöglich mehr selbst richten nach der unantastbaren Heiligkeit Gottes. Sie mußte daher beständig aus der Barmliebe Gottes gerichtet werden, damit sie bestehen mochte als das wenigstens, was sie war; aber saget ihr selbst, wie ist ein gerichtetes Ding, ist es tot oder lebendig? -


 09] Sehet, da mußte die Liebe sich trennen von Gott oder der urewigen heiligen Kraft, aus der sie ewig geboren ward und die Kraft Gottes ewig aus ihr. Also dieses ewige Leben aus sich selbst oder aus der urewigen Kraft Gottes mußte einen Bruch machen mit Gott (Trennung von göttlicher Liebe und Weisheit) und mußte sich niedersenken zur toten Welt und anziehen das Sterbliche derselben, damit das Sterbliche dadurch die Sterblichkeit verliere und wieder frei lebendig werde in und aus dem Leben aus Gott, welches ist das Leben alles Lebens, da Gott Selbst ist in diesem Leben und das Leben selbst in Gott. Und so ist aber das Leben von Gott ausgegangen, hat sich mit der Sterblichkeit des Fleisches bekleidet, damit dadurch alles Fleisch möchte frei lebendig werden in sich durch das Leben aus Gott, wie Gott Selbst lebendig ist von Ewigkeit durch dasselbe ewige Leben der Liebe in Sich. -
   10] Sehet, das ist nun das große Geheimnis, warum die Liebe Gottes im Menschen sich selbst gemacht hat zur allerartigen Verbrecherin und Sünderin, damit da nicht nur ein Fleisch, sondern alles Fleisch mit dem Leben aus Gott durchwirket werden mochte. Und diese nun so mit aller Schuld überladene Liebe mußte sich dann im Gegensatze vor der Heiligkeit Gottes vermöge der an sich genommenen allgemeinen Schuld oder Sterblichkeit eben auch bis auf den alleräußersten Punkt aller Punkte demütigen und mußte ertragen jeden erdenklichen Vorwurf, um dadurch sich mit Gott wieder vereinigen zu können, wie auch alles das dem Vater oder der Heiligkeit Gottes lebendig wieder anheimzustellen, was zwar lebendig dereinst aus Gott gegangen ist, aber sich tot gemacht hat durch die eigenwillige und hochmütige Losreißung von Gott - oder von Seiner ewigen Ordnung.

Was sagen uns diese Zeilen?

Wir leben in der Hierarchie Satanas. Durch den Fall Adams, den wir alle mitvollzogen haben, fielen wir aus unseren Zustand "Vollmensch" in den geteilten Menschen in Mann und Frau. Dies war auch ein schwerwiegender Bruch. In uns trennten sich die göttliche Liebe von der göttlichen Weisheit. Jesus mußte diesen Bruch mitvollziehen, um uns erlösen zu können.

Hierzu finden sich an anderer Stelle folgende Beiträge:

  Im Feuer des großen Hundes“
  Duallehre
  Mysterium Magnum

In den Jesu-Schriften durch Jakob Lorber finden sich nur wenige Stellen, die darauf hinweisen, was uns bevorsteht, wenn wir die letzte Stufe unserer geistigen Wiedergeburt antreten. Ich habe folgende Stellen gefunden:

Lamechs Erkenntnis:

jl.hag3.069. Kapitel: {03.07.1843}

   01] Nach solcher Muteinsprechung von Seite des Herrn bekam der Lamech ein freies Gemüt und sagte darauf:
   02] »Ja, also ist es und wird es bleiben ewig wahr: Das Geschöpf kann nie ein ungeschaffener Gott, Gott aber ebensowenig je ein geschaffenes Geschöpf werden!
   03] Gott zwar lebt aus Sich ewig frei und das Geschöpf nur bedingt durch Gott und aus Gott; aber so einmal das Geschöpf da ist und lebt, so lebt es ja auch in seiner Art ein göttliches Leben, indem es doch ewig nirgends ein anderes Leben gibt als allein nur ein Leben aus Gott.
   04] So es aber ein Leben aus dem ewigen Leben Gottes ist, da kann es ja doch unmöglich selbst nicht anders als auch ewig sein
   05] Mein Leben kann also nur ein Teilchen aus dem ewig unendlichen Leben Gottes Selbst sein, sonst wäre es kein Leben; da es aber solch ein Teilchen ist, so ist es ja als solches gleich dem, von dem es ein Teilchen ist, also ewig, vor- und rückwärts betrachtet. Denn ich kann mir nicht denken, daß da in Deiner Lebensfülle ältere und jüngere Lebensteile sich vorfinden sollten!
   06] Mein Schluß ist nun der: Ich war, o Herr, ewig ein Leben in Dir, aber gebunden in Deiner endlosen Lebensfülle; Dir aber hat es in einer Periode wohlgefallen, dies mein Lebensteilchen frei aus Dir zu stellen,
und so bin ich nun ein freigestelltes Lebensteilchen aus Dir für ewig, wie ich ehedem in Dir von ewig her als ein unfreies für sich, aber mit Deinem endlosen Leben völlig vereint freies Leben war!
   07] Herr und Vater, habe ich recht geurteilt, oder habe ich mich irgend geirrt?'
   08] Und der Herr sprach: »Nein, Lamech, diesmal ist dein Urteil vollkommen gut und wahr und richtig ausgefallen; dessen kannst du aus Meinem Munde nun völlig versichert sein!

 

Hier erfahren wir, daß wir aus dem Herzen Gottes hervorgegangen sind und in Ihm ein freigestelltes Lebensteilchen war. Jesus hat doch durch Seine Erlösungstat alles umgestaltet, wie wir nachstehend lesen können. In der Gnadensonne befindet sich Seine Wohnung. Sollen wir dort nicht auch wohnen, wenn wir den letzten Grad unserer geistigen Wiedergeburt verwirklicht haben?

jl.gso2.002. Kapitel:

02] Ihr fragt hier: Nachdem eures inneren Wissens zufolge sich auch auf so manchen großen Planeten und besonders Sonnen riesenhaft große Menschen vorfinden, so ist es hier zu verwundern, daß diese seligen Geister hier dennoch von ganz gewöhnlicher Größe sind, nur mit kleinen Unterschieden wie allenfalls auf dem Erdkörper. Ich sage euch: Hier, wo der Herr wohnt, ist nirgends ein Unterschied, wohl aber in anderen Himmelsgebieten, wo der Herr nur in Seiner Gnadensonne gegenwärtig ist.

jl.gso2.013. Kapitel:

12] Durch diese unbegreifliche Tat hat Er alle Dinge des Himmels anders gestaltet. Wohnt Er auch in Seiner Gnadensonne, aus welcher das Licht allen Himmeln unversiegbar zuströmt, so ist Er aber dennoch ganz derselbe leibhaftige Jesus, wie Er auf der Erde in all Seiner göttlichen Fülle gewandelt ist als ein wahrer Vater und Bruder, als vollkommener Mensch unter Seinen Kindern gegenwärtig. Er gibt all Seinen Kindern alle Seine Gnade, Liebe und Macht und leitet sie Selbst persönlich wesenhaft, endlos mächtig zu wirken in Seiner Ordnung!

J. Lorber: 'Himmelsgaben' Bd. 03, S. 017 him3-018.htm

  28] Und seht, ihr Eltern seid lauter solche Landleute, auf deren irdischem oder leiblichem Grunde durch die sorglose hurenartige Weise in aller Unzucht Sodoms und Babels gänzliche und lauter Wildwüchse der Hölle entstanden sind. Daher sollt ihr hernach doppelten Eifers diese Gesträuche reinigen von all dem tausenderlei Ungeziefer, welches darin besteht, daß ihr die größte Sorgfalt verwendet auf all die Wünsche und Begehrungen, welche alle aus dem innewohnenden Höllengeziefer ihren Ursprung nehmen - und vertilget dieselben alle durch die wahre, von Mir euch schon klar angezeigte Weise, und beschneidet gleich anfänglich auch schon die nutzlosen Seitentriebe des öfter gut scheinenden, aber doch stets das Leben des Stammes schwächenden Eigenwillens, so werdet ihr bald einen gesunden und kraftvollen Stamm erzügeln. Und so dann die Zeit des Pfropfens kommen wird, das da ist die Bekanntmachung und Einpfropfung des aus Meiner höchsten Liebe ergangenen Gesetzes durch Moses, so werdet ihr unter Meiner kräftigen Mithilfe gewiß sicher erwarten können, daß eure auf diese Art gereinigten und sorgfältig gepflegten Wildlinge gewiß kräftig Meinen Willen ergreifen werden, nachdem ihnen der ihrige zuvor gänzlich benommen wurde, und werden aus demselben in kürzester Zeit in überüppiger Fülle die schönsten und wunderherrlichsten Früchte bringen aller Art, so ihr sie dazu eifrig noch begießen werdet mit dem Wasser des Lebens, damit ihre Häupter bald recht hoch zum Himmel emporwachsen möchten, wodurch sich dann ihr geistiger Gesichtskreis selig erweitern wird und sie dann stets mehr und mehr Gnadenlichtes einsaugen werden, welches in großer Fülle beständig ausströmt aus der Gnadensonne, welche entstanden ist durch das Werk der Erlösung, aus deren Lichte und Wärme alle Kreatur erst neu und endlich vollends wiedergeboren werden kann zum ewigen Leben.

Woher Karl Dvorak die nachstehende Aussage hat, kann ich nicht nachvollziehen:

Geistige Deutung von Karl Dvorak  zum Gemälde„Magnificat“  von Sandro Botticelli : (

Inmitten der Gottes-  und Gnadensonne wartet  auf uns,  wohnt  und öffnet  Jesus Christus Sein Herz. Durch Jakob Böhme  sagt  Er  uns: 

Sehet, es  war Longinus, der mit seiner Speerspitze in  den geheiligten Körper Jesu  stieß  und  gerade  im Herzen die  Pforte  öffnete, durch die wir wieder  eingehen  können  in den Ursprung des Göttlichen  und  eins  werden  mit  dem Vater.

Hatte dieser Lanzenstich nicht die Bedeutung, die Karl Dvorak vielleicht in sich hat finden können?

Zu der Frage der Sichtweisen von Meister Eckehart, Jakob Böhme, Emanuel Swedenborg und Jakob Lorber findest Du unter dem vorstehenden Link Aussagen.

Mit herzlichem Gruß

Lothar