Wenn der Mensch ein Bild Gottes und Gott Selbst eine Dreiwesenheit ist, so muß auch Sein Geist im innersten Menschen dreifach sein. Gott ist der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Der Sohn ist Vater geworden, Gott ist die unpersönliche Gottheit, der Heilige Geist ist die Ausstrahlung des Vaters.
Diesen drei Geistarten gebe ich abweichend vom Buchstaben der Lorber-Offenbarung einen speziellen Namen, damit wir die Dreiwesenheit in uns jetzt unvollkommenen Menschen besser erkennen können:
1. Wir haben einen menschlichen Geist im geistigen Menschen,
2. wir haben einen Geburtsgeist,
3. wir haben einen Urichgeist.
Dies ist der innerste Mensch im Menschen. Wie ist er beschaffen ?
Wenn ein Mensch stirbt, sich seine Seele vom Körper löst, er als lebendiges Wesen vom Grabe aufersteht, dann nennen wir diese Seele einen geistigen Menschen. So sagt der Herr durch Swedenborg in „Himmel und Hölle“: „Ein jeglicher Mensch ist seinem Inwendigstem nach ein Geist, denn dieser ist unsterblich und er ist es auch, der im Körper denkt, denn er ist geistig und das Geistige nimmt das Geistige in sich auf.“ Auch in Lorber nennt ihn der Herr die Wesenheit, die aus dem Köper in das sogenannte Zwischenreich gelangt, weil sie für den Himmel in der Regel noch nicht tauglich ist. Auch Er nennt diese Wesen Geister. Unser Name „menschlicher Geist“ ist berechtigt, denn er zeigt uns den Zustand an, dass er der edelste Teil der Seele ist und in seiner Auferstehung einen neuen Körper dem Göttlichen entgegenträgt. Als Gott uns in Seinem Herzen dachte, waren wir echte Urbilder oder Urtypen. Diese wurden aus dem göttlichen Herzen herausgespiegelt und sie durften selbst ein Gottbild neben Gott sein.
Zuerst waren es drei, dann sieben. Dann war auch unser Geburtsgeist in der Geburtsstunde. Von einer zeitlichen Abfolge müssen wir uns trennen, denn in Gott gibt es nur Zustände und keine Zeit. Unser Geburtsgeist wurde frei mit einem eigenen Bewusstsein aus dem Göttlichen herausgestellt. Denken wir daran, dass dies bereits ein komplettes Wesen war, denn es hatte einen freien Geist 1, der sich jetzt in unserem Kopfverstand, im Wachbewusstsein als individuelles Ich darstellt, und dieses Wesen stellt sich als ein Energiefeld dar, das nur bestehen kann, weil es einen positiven und negativen Pol hat. Der Geburtsgeist ist ein Negativum, es kann aber nur bestehen, weil es sein Leben aus der Gottheit erhält. Die Gottheit entzog sich aber dem Geburtsgeist mit dem individuellen Bewusstsein, denn das hinausgestellte Gottesbild war frei. Es konnte sich seinem Schöpfer zuwenden oder auch nicht. Wir blieben zunächst in der göttlichen Ordnung wie auch die 7 Urgeister, unter denen sich Satana als das größte und das schönste Ebenbild befand.
Satana hatte einen großen Anhang. In der Haushaltung Gottes heißt es: „Zwei Drittel des satanischen Anhanges fiel mit ihr. Wir müssen diesen Fall mit ihr mitvollzogen haben. In den „Zwölf Stunden“ und in den Himmelsgabe sagt der Herr durch Jakob Lorber: „Sehet, der verlorene Sohn seid ihr, der verlorene Sohn kommt in jeder einzelnen Seele von euch zurück.“ Dies ist ein Gleichnis und eine Wahrheit. Wir können es auf uns beziehen, erst recht dann, wenn wir uns zu den Seelen von unten rechnen.
Was wurde aus unserem Geburtsgeist ? Unser Geburtsgeist wurde nach dem Fall vom Herrn gereinigt.
Der Herr in BM Kap.38,16 : „Siehe aber dort jene weißglänzende Tafel, sie stellt dein durch Mich gereinigtes Gewissen dar. Auf dieser Tafel wirst du allezeit Meinen alleinigen Willen entdecken, darnach du dich dann allemal sogleich richten wirst.“
[GEJ.02_230,11] Einem jeden wird eine warnende Stimme in sein
Herz gelegt werden, die ihm zeigen wird, was da gut und allein wahr ist. Wer
diese Stimme hören und sich danach halten wird, der wird zum größeren
Lichte gelangen, und dieses wird ihm alle Pfade der göttlichen Ordnung
erleuchten.“
Im „Weg zur Wiedergeburt“ sagt der Herr durch Lorber (S. 8, alte Fassung, 1. Ausgabe): „Vor der Geburt wird aus der Substanz der Seele ein feines Bläschen gebildet, worin der einst böse gewordene Geist, der dem Wesen nach ein Funke der göttlichen Liebe ist, eingelegt wird.“ In 2.GEJ 217,5,6 sagt der Herr: „Bei der Ausgeburt des Leibes aus dem Mutterleibe wird der ewige Lebenskeim als ein Fünklein des reinsten Gottgeistes in das Herz der Seele gelegt,..“ Ergänzend dazu sagt der Herr in 1.GEJ 161,2 ff: „Wenn das äußere Gefäß den hinreichenden Grad der Ausbildung gewonnen hat, wozu Gott das Gefäß mit allen nötigen Bestandteilen und Eigenschaften zur Übergenüge wohl eingerichtet hat, dann erweckt oder vielmehr entwickelt Er Seinen ungeschaffenen ewigen Geist im Menschenherzen, und dieser Geist ist nach dem Maße seiner Auswirkung das, was Moses unter den zwei Lichtern, die an der Feste des Himmels gestellt werden, versteht oder verstanden haben will, wie es auch alle Patriarchen und Propheten also und nie anders verstanden haben.“
Die zwei großen Lichter der
Schöpfungsgeschichte werden als Sonne und Mond dargestellt. Hierbei ist die
Sonne Sein ungeschaffener ewiger Geist und der
Mond ein Funke der göttlichen Liebe.
Der Geburtsgeist erscheint uns im Jenseits als Mond. Dies können wir im Werk von Swedenborg nachlesen. Eine im Geburtsgeist wiedergeborene Seele kann die Göttlichkeit nur als Mond erblicken. Wenn der Mensch den Gottbegriff nicht zur Einheit gebracht hat, erscheint der Mond sogar öfter, sagt der Herr durch Swedenborg. Der nicht geeinte Gottbegriff verursacht im Jenseits Spiegelungen.
Seelen, die sich noch nicht im Paradies, sondern im Glaubensreich befinden, sehen nur Sterne. Da ist der reine Gottbegriff noch in viele Teilwahrheiten aufgelöst, die seinem Himmel ein gewisses Schimmerlicht verleihen. Allein das göttliche Ich kann uns den Himmel eröffnen. Es ruht in unserer eigenen Brust und ist das Urich, das auf die Erweckung wartet.
Im eigentlichen Himmel
verklärt sich der silbrig schimmernde Mond, der im Morgen steht, zur
strahlenden Sonne. Der Morgen steht für unsere Herzensliebe. Jetzt steht die
Sonne im ewigen Morgen. Im Himmelsreich wird sie die Gnaden- oder Gottessonne
genannt. Sie hat nichts mit der geistigen Sonne zu tun. Die Gnadensonne ist
die persönliche Gegenwart der Göttlichkeit in der Seele und zeigt sich in
unserem Jenseits als Sonne, wenn wir Himmelsbewohner geworden sind. Wenn
unsere Liebe flammend geworden ist, dann werden wir Himmelsbewohner. Wenn
unsere Liebe erst auf den Nächsten gerichtet ist, können wir sie noch nicht
zur Gottliebe entflammen. Unsere Liebe bestimmt die Schönheit unseres
Jenseits. Der nur gläubige Christ wird sich im Glaubenshimmel mit einem
Sternenhimmel befinden, der Christ, der nur seine Nächstenliebe entwickelt
hat, befindet sich in einem Himmel, in dem er nur einen Mond am Himmel stehen
sieht. Nur der in Liebe zu Jesus, unserem Gott und Vater entflammte Christ
befindet sich in dem Himmel, in dem ihm die Gnadensonne leuchtet
Im 2.GEJ 28,9 wird der Urichgeist der Urgeist genannt: Der menschliche Geist aber soll ebenso vollkommen werden in sich und durch sich, wie der Urgeist Gottes in Sich und durch Sich vollkommen ist.“ Der menschliche Geist ist hier die Seele in der Auferstehung. In dieser Seele muß der ungeschaffene ewige Geist im Seelenherzen in sich und durch sich voll-kommen werden.
In „Erde und Mond“ sagt
der Herr im 54. Kapitel weiter: „Damit jede Seele
ein vollkommen göttliches Ebenmaß bekomme, wird ihr ein neuer Geist aus Gott
eingepflanzt. Dadurch kann sie ein vollkommen neues Geschöpf werden. Das ist
die neue Schöpfung, die durch das Feuer der göttlichen Liebe ganz und gar
neu gestaltet wird. Die alte Schöpfung aber wird zurücksinken in ihren Staub
und in ihre stets größer werdende Ohnmacht und wird verhärten und zu einer
Grundlage der neuen werden.“
Sagte Jesus nicht: „Siehe, Ich mache Alles neu?“ Im alten Adamshimmel kann nur der Mond scheinen. Er muß durch Jesus Christus zur Sonne verklärt werden. Bis zur Zeit von Jesus Christus war es unmöglich, in einem Leben vollkommen wiedergeboren zu werden. Die Reinkarnationslehre geistert auch heute noch in vielen Köpfen, vor allem in den Völkern, in denen Jesus Christus nur als ein Meister unter anderen Meistern erkannt wird.
Aber auch wir können die Vergottung in einem irdischen Leben nicht vollziehen. Dazu reicht unser biologisches Lebensalter nicht aus. Wir können jetzt aber im Jenseits weiter reifen, weil Gott in Jesus Christus geeignete Schulungsstätten geschaffen hat. Es gibt Schulungsstätten im Glaubensreich, im Paradies und im Himmel. Dort können wir nachholen, was wir im irdischen Leben versäumt haben.
Unser Körperliches und Seelisches ist noch vollkommen von der Hölle besetzt. Fleisch und Stofflichkeit ist personifizierte Satana. Dieser Stoff muß umgewandelt werden. Er hat viele Einwohner, die uns als ihren Gesellen betrachten. „Wir werden dir in andere Dimensionen nicht folgen“, flüstern sie uns ein und verlocken mit der Welt. So ist der Sünder der Sünde Knecht. Wir würden diese Knechtschaft weiterbehalten, wäre nicht Jesus Christus gekommen und hätte nicht die Wiedergeburtsstätten im Jenseits geschaffen. Wir können dorthin aber nur gelangen, wenn wir den Urgeist der Gottliebe in Jesus Christus hier im irdischen Leben freiwillig annehmen oder dies im Glaubenreich nachholen.
Es ist das Blut und das Fleisch Jesu Christi, das wir in Liebe freiwillig annehmen sollen. Wer davon nicht isst und trinkt, kann das Himmelreich nicht erreichen. Unsere flammende Liebe müssen wir immer wieder neu entfachen, um Seinen Geist in uns voll zu erwecken.
Der göttliche Funke war auch
schon Meister Eckehart bekannt. Jakob Böhme sprach von ihm, ebenso wie
Emanuel Swedenborg. Mit aller Gewalt sollen wir uns zu ihm hinwenden. Wer sich
vor dieser Lebenswurzel verschließt, der bleibt auf der Strecke und kommt
nicht weiter.
Wodurch können wir diesen
Gott-Funken wecken?
Das göttliche Wort ist der Weckhahn. Es enthält den Gottgeist, den wir aus den Hüllen des Wortes herauslocken müssen. Das göttliche Wort ist selbst Geistträger. Doch wann öffnet sich der darin enthaltene Gottgeist? Das Gottwort wird von uns mit unserem Kopfverstand aufgenommen. Es schließt sich aber erst auf, wenn wir es im Herzensdenken verarbeiten. Die Worthülle ist wie ein Ei, das durch unsere Liebe ausgebrütet werden muß. Bricht der darin enthaltene Gottgeist heraus, stellt es sich dem in uns noch verschlossenem Urgeist gegenüber. Wenn dieser Urgeist das liebevolle Lächeln in seinem Ebenbild erkennt, in dem sich die Seelenbraut spiegelt, dann erwacht er aus Seinem tiefen Schlaf. Dann wird alles lebendig, was da mit Ihm im Königshof lebt. Alles regt sich wieder. Alles liegt in unseren Händen, damit dieser Geist lebendig wird.
Dies bestätigt uns der Herr
im „Weg zur Wiedergeburt“: „Wird aber dem Geist gegeben gute Kost, welche ist
Mein geoffenbarter Wille, so wird in dem Herzen des Geistes ein neues
Bläschen gestaltet, in welches ein Funke Meiner Liebe eingeschlossen wird.“
Die Einlegung dieses
Lebensbläschens wird die Eingeburt genannt. Es ist die Eingeburt in unser
Wachbewusstsein, denn es lebt ja schon immer still in unserem Herzensgrund. Wer durch seine Liebe, durch
seinen Worteifer und seine Worttreue an der Offenbarung durch Jakob Lorber die
Eingeburt erleben durfte, der konnte erkennen, dass ab diesem Tag nicht mehr
der alte Mensch Herrscher war. Dann merkt er die Umwandlung seiner
Persönlichkeit, sodaß es selbst die Nachbarn merken. Fragende Blicke oder
Äußerungen sagen ihm, dass in ihm etwas vorgegangen ist. Ist er nicht von
etwas getrieben, was die Welt nicht verstehen kann ? Dies ist der Beginn der
seligen Wiedergeburt, die sich stetig weitervollzieht.
Im Grunde genommen gibt es nur
einen Geist, den göttlichen Geist. Aus der Gnaden- oder Gottessonne strahlt
er auf die Erde herab als Lebenskraft oder als Ausstrahlung von Licht und
Wärme. Licht ist die göttliche Weisheit, Wärme die göttliche Liebe. Diese
Ausstrahlung trifft alle Wesen, so auch uns. Die Sonnenstrahlen wurden
wissenschaftlich untersucht. Es sind Quanten oder Gefäße, die die
Sonnenüberschüsse auch zur Erde bringen. Diese Überschüsse kommen von der
Gnaden- oder Gottessonne und bestehen aus Liebe und Weisheit. Es sind
Wesenheiten purer Göttlichkeit und es sind Urgeister der Göttlichkeit. Sie
haben keine Kugelform, es sind vielmehr Bilder purer Göttlichkeit. Das Urbild
der Göttlichkeit beinhaltet ein Menschenbild. Die lebendigen Wesen, die in
einer Vielzahl herabströmen, bilden eine Einheit. Gott ist zugleich überall und
Er zeigt sich überall als Jesus, als Heiliger Geist. Die Personifizierung des
Heiligen Geistes ist Jesus Christus. In uns ist die Wirksamkeit des Heiligen
Geistes das göttliche Urich, wenn es aus dem Dornröschenschlaf
erweckt wird.
Jeder Mensch, der hier lebt, hat spezielle Schutzgeister, sagt der Herr. Er zeigt uns zunächst den einen Geist in unserem Herzen, der Er Selber ist und dann gibt Er uns ein Vergrößerungsglas und in der Demut Gottes erschauen wir 7 Geister. In 1.GEJ 14 sagt der Herr:
„Übrigens ist aber ohnehin einem jedem Menschen ein unsichtbarer Schutzgeist hinzugegeben, der den Menschen von seiner Geburt an bis zum Grabe hin zu geleiten hat ! Solch ein Schutzgeist wirkt stets auf das Gewissen des Menschen ein und fängt erst dann an, sich ferner und ferner von dem ihm anvertrauten Menschen zu halten, so dieser, von seiner Eigenliebe geleitet, allen Glauben und alle Liebe zum Nächsten freiwillig verlassen hat.“
Eckehart von Hochheim ergänzt: „Ein jeglicher Mensch hat von Anbeginn seines menschlichen Daseins einen guten Geist, auch Engel genannt, und einen bösen Geist, auch Teufel genannt. Der gute Engel rät zum Göttlichen und hält zur Tugend an. Der böse Geist treibt zu dem, was zeitlich und vergänglich ist.“
Unser Gleichgewicht und
unsere Entscheidungsfreiheit ist hierdurch gewährleistet.
„Damit das Leben des Herrn beim Menschen einfließen kann, sind fortwährend beim Menschen Engel und Geister, zwei Engel aus den Himmeln und zwei Geister.“
In „Erde und Mond“
sagt der Herr(Kap. 50):
„Es gibt keinen Menschen, der nicht wenigstens drei Schutzgeister, zwei Engel und einen großen Engel hätte, über die noch ein Siebenter wacht, den ihr wohl kennt!“
Wir dürfen diese
Zahlenangaben nicht arithmetisch nehmen. Sie drücken
Entsprechungs-verhältnisse aus. Unzählige Legionen von Geistern herrschen
und hausen in uns, aber nach einer gewissen Gesetzmäßigkeit und Ordnung.
Verteilung der
Geister in uns
Betrachten wir unser
Gehirn mit dem Verstand. Er ist der erste Aufnehmer aller Gedanken. Über dem
Verstand steht unser Ichbewusstsein, unser 1.Geist. Er ist unser
Wachbewußtsein. Im Großgehirn sitzen
Heerscharen von Verstandesgeistern. Wir haben nur die aufgenommen, die unsere
Lebensliebe anzieht.
Die in „Erde und Mond“
erwähnten zwei Engel befinden sich in unserer Seele. Sie können sich nur
dort befinden, wo die Seele sie bejaht. Sie werden durch ein Gottwort
angezogen, das der Kopfverstand angenommen hat. Durch unser Denken im
Kopfverstand wird bei Aufnahme eines Gottwortes ein Geist frei , der als Engel
in das seelische Bewusstsein gleitet. Dieser Engel , der über das angenommene
Gottwort nun in unserem Seelenbewusstsein ist, hat eine eigene Wesenheit und
überzeugt uns zusammen mit dem zweiten Seelenengel, der ebenfalls ein
Willensengel ist, dass wir nunmehr zum Beispiel ein guter Mensch werden
wollen.
Über dem
Seelenbewusstsein gibt es noch einen großen Engel, wie wir in „Erde und
Mond“ gelesen haben. Dies ist unser Geburtsgeist. Dieser sieht die
Ähnlichkeit seiner Liebe und die Ähnlichkeit seines Denkens im
Sonnengeflecht, die sich aufgrund
des Denkens und Wollens durch Gottwortannahme im Kopfverstand auch im
Seelenbewusstsein gebildet haben. Unser Geburtsgeist zieht diese Engel sofort
an sich, denn sie sind seine Nahrung und er kann so wachsen und gedeihen.
Polaritäten
Wir leben in einer
Welt, die in Polaritäten begründet ist, in der Polarität zwischen Verstand
und Willen. Wir haben zwei Vermögen in uns. Sie liegen in unserem Verstand
und Willen. Wenn Verstand und Wille in Harmonie sind, kommt ein drittes
Vermögen hinzu, es ist die Tatkraft unseres Willens. Wenn Verstand und Wille
im Namen Jesu harmonisieren, dann wird der Wille erhoben und Sein Wille ist in
der Ausführung gegenwärtig. Dann geschehen die Werke im göttlichen Willen.
Dann geschieht das, was wir im Vater-Unser bitten: „Dein Wille geschehe,
Dein Reich komme !“
Äthertierchen und
Sauerstoff als Träger von Liebe und Weisheit
Der Heilige Geist
Gottes äußert sich im Weltall durch kleinste Partikelchen, die Wesenheiten
sind. Diese Wesenheiten sind Lebensträger und werden vom Herrn durch Lorber
die Äthertierchen genannt. Der Herr sagt über sie , dass sie neutral sind
und eine überaus kurze Lebensdauer haben („Die Fliege“) . Über das
Weltall kommen diese kleinsten Partikelchen über die Luftringe zu uns. Die
Luftringe reichen über 72 km über den Meeresspiegel. Schon bei der ersten
Luftberührung werden diese Tierchen umgewandelt. Später werden die
Äthertierchen in Sauerstoff umgewandelt. Er ist der Träger Meines Geistes,
hat Jesus gesagt. Mit Hilfe
unserer inneren Sehe können wir sie als Feuerschlangen sehen.
Die göttlichen
Äthertierchen sind göttliche Liebe und Weisheit. Die Liebe
manifestiert sich im Äthertierchen in rötlicher Art und setzen in uns
Impulse der Liebe in allen Schattierungen, die sich als Neigungen, Begierden,
Lüste, Leidenschaften, Weltliebe. Eigenliebe, Selbstsucht, Haß, Wut, reine
selbstlose Liebe, Nächsten- und Gottesliebe äußern kann. Die Liebe ist
neutral, es ist unsere Sache, was wir aus ihr machen.
Erlösungsfaktor in
jeder Zelle, Zellverfall
Heute befinden wir uns
mit allen Zellen in der Gerichtsbarkeit des materiellen Körpers. Jede
Körperzelle ist eine materielle Bündelung, die aber einen Erlösungsfaktor
in sich trägt. Die Gottliebe ist
in jeder Zelle gebündelt vorhanden.
Anordnung unserer
Nerven und Lebenszentren
Unsere Nerven sind so
angeordnet, dass sie über Ganglien Lebenszentren bilden.
Randbemerkung:
Unsere Krankheiten
entstehen folglich durch unsere Widerordnung gegen den göttlichen Einfluß
über die Äthertierchen im Sauerstoff. Wir
müssen also darauf achten, dass die sieben Geister Gottes in uns voll
angenommen werden.
CARE-Pakete verändern
unsere Nächsten nicht, sondern nur die ihnen zuteil gewordene geistige Hilfe.
Erst unsere selbstlose Liebe erweckt den Geist unserer Mitmenschen. Mit Hilfe
dieses erweckten Geistes können sie sich selbst helfen. Nächstenliebe ist
also viel mehr als Almosenspenden. Es ist erforderlich, unsere ganze
Persönlichkeit einzubringen. Dadurch erfahren wir, dass wir mit allen
Menschen auf Seelenebene vernetzt sind. Der Geist in allen Menschen befindet
sich in der Einheit mit Gott ! Im Meere der Gottheit können wir uns als
Individuum mit Hilfe unseres Ichbewusstseins erkennen.
Substanzielle Seele,
essentieller Geist
Unsere Seele ist ein
vollkommener Mensch, völlig unsichtbar unseren irdischen Augen und
Messinstrumenten. Mit Hilfe der Kilianfotographie kann jetzt allenfalls die
Seelenausstrahlung erfasst werden. Man kann also nur die Randschichten, und
hier auch nur die Vergrobung in Feinstoffmaterie sichtbar machen. Die Seele
selbst hat sich mit der Materie nicht vermengt, sie ist unsichtbar. Auch
hellsichtige Menschen können nur die Ausstrahlung sehen.
Präadamiten –
Adamsgeschlecht
In unserem irdischen
Leben geht es um die substanzielle Seele, die sich durch die Gottentfernung
vergrobt, sogar vertiert hat. Menschen, die sich heruntergewirtschaftet haben,
werden übereinstimmend von Eckehart, Böhme, Swedenborg und Lorber als Tiere
bezeichnet. Wer seine Seele zu sehr in das Fleisch getrieben hat, ist zu einem
Tiermenschen geworden.
Adam wurde 4151 vor
Christus nicht erschaffen, sondern verstofflicht. Er wurde aus geistigen
Biobereichen ein stofflicher Mensch. Zuvor war er mit der Kraft göttlicher
Energien auf der Erde. Sein Geschlecht wurde vom Himmel herunterbebracht. Die
echten Gottmenschen im Himmel sind geistig. Die Präadamiten waren nur
seelisch und hatten ein geistiges Fluidum, eine Lebenskraft. Sie wurden durch
das Wirken des Kollektivgeistes in
eine gewisse Ordnung gehalten.
Mit Satana hatten wir
Gedanken entwickelt.. Wir raubten göttliche Liebesgedanken aus dem
Gottherzen, vergewaltigten sie in unsere Art und bildeten mit dieser
gottschöpferischen Energie aus uns Wesen. Diese Wesen aus diesen
Spezifikalpotenzen sind erst das, was wir substanzielle Seele nennen. Unsere
Seelen setzen sich aus unzähligen Scharen von solchen Ich-Potenzen zusammen.
Die Unterscheidung
der Engel
Eckehart von Hochheim
ist von den Großkirchen immer noch nicht rehabilitiert worden. Man ist nicht
bereit, einen der größten Experten der Gotterfahrung sprechen zu lassen. In
der ganzen Welt wird er als einer der ganz großen Mystiker akzeptiert.
Wir wissen, dass wir
drei Bewusstseinsebenen haben. Das Wach- oder Ichbewusstsein im Kopf, das
Seelenbewusstsein in der Magengrube oder im Sonnengeflecht und das
Geistbewusstsein im Herzen. Das Geistbewusstsein ist eine Manifestation
göttlicher Weisheit und Liebe. Über unser Seelenbewusstsein ist es uns
möglich einen Zugang zu unserem Geistbewusstsein im Herzen zu finden. Das
Herzensdenken ist die Grundschule dafür, dass wir ledig aller Bilder werden.
Die Entstehung von
Bildern hängt ab,
1. von der Erbfolge,
2.
von dem, wozu sich meine Seele hingezogen
fühlt, also von unserer Neigung.
Erbgut und Neigung
bestimmen also unsere Bildgestaltung.
Das Erbgut hat in uns
eine Bestimmung hineingelegt, aus der wir ein Interesse entwickeln.. Durch
unser Interesse schaffen wir eine Verbindung zwischen verschiedenen
Seelenebenen. Jeder Mensch schafft sich solche Verbindungen. Sie haben
verschiedene Höhen und Tiefen, die eine Skala mit verschiedenen
Zustandsebenen bilden. Durch unsere verschiedenen Interessen reihen wir uns
auf verschiedene Zustandsebenen ein. Unser Anschluß ist das Resultat dessen,
was wir aufgrund unseres Denkens, Wollens und Handels aus unserem Erbgut und
unserer Neigung belegen.
Bilder, die ich
hervorgerufen habe, beherrschen mich. Alle Bilder haben eine gewisse
Qualität. Wenn wir nun durch unser Wachbewußtsein versuchen, Kontakt mit
unserem Gottgeist oder mit Engeln aufzunehmen, dann stehen unsere Bilder
dazwischen. Wir haben zwar den direkten Weg vom Kopf zum Herzen, doch unsere
Bilder versperren diesen direkten Zugang. Unsere Bilder befinden sich nämlich
im Gehirn oder haben sich bereits je nach ihrer Qualität und Entwicklung auf
Seelenebene angesiedelt. Die Bilder sind dreidimensional und können sich auch
schon in den Dimensionen unserer Seele oder unseres Geistes befinden.
Die Dimension des Geistes entzieht sich uns aber noch. Wir vermögen
heute nur in Raum und Zeit zu denken. Die Zustände, die uns
offenbart wurden, sind Überraum. In diese Dimensionen müssen wir
rücken, wenn wir in die geistigen Bereiche eines Eckehart, Böhmes,
Swedenborgs oder Lorbers rücken wollen. Der Herr warnt uns: „Ich bitte
euch, lasst ab vom Raum- und Zeitdenken. Ihr begrenzt euch in der Welt des
Sinnlichen!“
Konfrontation mit
unseren Bildern
Unsere Hauptaufgabe ist
es, aller Bilder ledig zu werden.
Engelshilfe
Durch Engelshilfe ist
es möglich, unser Leben gnadenvoll ohne Leid und Schmerz zu durchleben.
Weisheitsengel
Der Weisheitsengel ist
der Hauptregulierungsfaktor unserer Gedanken, Willensregungen und Taten. Er
ist es auch, der uns nach der Schwelle des Todes empfängt und uns mit unseren
Bildern konfrontiert. Dann gehen wir durch einen dunklen Kanal dem Licht
entgegen. Der Lichtengel lässt dann vor unseren Augen unseren Lebensfilm
ablaufen. Wir werden mit allen Lebensstationen konfrontiert.
Engel der Urichliebe
Aber diese Arbeit
können wir auch schon im irdischen Leben
vorwegnehmen. Der Herr sagt hierzu: „Arbeitet eure Bilder in der
Selbstbeschau auf!“ Dies
geschieht, indem wir unsere Bilder mit unseren Gefühlen und unserem neuen
Geist beleben. Dieser neue Geist aus dem Urich der Gottliebe wird aber nur
aktiviert, wenn sich unser Wachbewusstsein an Ihn wendet. Jesus hat dies so
formuliert: „Ich habe alle Gewalt dem Sohn übergeben!“ Der Sohn ist unser
Wachbewusstsein. Wenn es mein Wachbewusstsein nicht bejaht, dann wird unser
Sonnen-geist nie aktiv.
Sieben Lebenszentren
Wir haben sieben
Lebenszentren in uns. Sie sind in der Wirbelsäule verbunden und sind in
solchen Zentralstellen angesiedelt, wo viele Nervenbahnen zusammenlaufen.
Lebenszentren oder Chakras befinden sich also in Nervenbündelungen.
Der Herr, der auf dem Thron
sitzt ist nichts anderes als unser Sonnengeist, der als Liebe Gottes auf den
Tag wartet, dass alle Lebenszentren geweckt werden.
Vor der Menschwerdung Jesu war
es erforderlich, dass sich der Mensch mit Hilfe seines Wachbewusstseins vom
untersten Lebenszentrum langsam bis zum obersten Zentrum hocharbeitet. Dies
ist auch der östliche Weg. Bis zur
Samadi-Gottschau, bis zur Einswerdung mit Gott im Geburtsgeist sind viele
Inkarnationen erforderlich. Seit der Menschwerdung Jesu
Christi hat sich der Herr genau in der Mitte, im Herz-Zentrum inkarniert und
uns eine unermessliche Gnade geschenkt: Wir müssen nicht mehr in die
untersten drei Lebenszentren hinabsteigen, weil diese Zentren derart belastet
sind, dass es ohne einen starken Meister nicht möglich ist, diese Stufen zu
meistern und diese Lebenszentren ganz zu öffnen.
Die sieben Geister sind Engel in uns, aber gefallene
Engel! Sie sollen wieder reine
Gottengel werden. Gott weiß, dass wir das
Herzenszentrum am schwersten beleben können. Deswegen hat Er Sich als die
ewige Liebe gerade in dieses Zentrum hineingeboren. Was heißt dies für uns ?
Er hat gesagt: „Sehet, Ich
übernehme eure Hölle mit Meiner Liebe.“ Er übernimmt also unsere Chakren
von der Wurzel bis zum Nabel. „Ich gehe mit euch durch eure Hölle, damit
ihr sie überwinden könnt.“ Dies ist die große Gnade, die
Er uns schenkt.
Wenn wir es hier nicht schaffen, dann erwarten uns im
Jenseits nach dem Zwischenreich drei Himmel., die wir durchlaufen können. Der 1. Himmel ist das
Glaubensreich, der 2. Himmel ist das Paradies, der 3. Himmel ist der eigentliche Himmel, in ihm erwartet uns das
Neue Jerusalem.
Wir können diese drei
Bereiche auch Natur-, Seelen- und Geistbereiche nennen. Sie entsprechen genau
unseren untersten Lebenszentren.
Erst wenn die ersten drei
Zentren oder Engel gereinigt sind, haben wir einen Zugang zum Herzen. Erst
dann öffnen sich die anderen Lebenszentren, die den Überhimmel für uns
gestalten. Im Überhimmel finden wir eine andere Dimension. Die Zentren über dem Herzen
entsprechen den unteren drei Zentren auf einer höheren Ebene. Auch dort gibt
es das Glaubensreich, das Paradies und den Himmel. Es sind verinnerlichte
Bereiche, die in ihrer Seelenstruktur aufgrund unserer Wiedergeburt vollkommen
durchleuch-tet sind. Hier setzt die Glaubens- , Seelen- und geistige
Wiedergeburt ein. Wenn wir danach wieder in das Herzzentrum hinabsteigen,
setzt die göttliche Wiedergeburt ein. Ein Yogi kann diese Zustände
nicht erreichen, weil er Jesus als Gott und Vater nicht akzeptieren kann und
weil ihm die Demut fehlt, sich der Autorität eines Gott-Uriches
unterzuordnen. Er möchte sich selbstverwirklichen. Er bleibt deswegen in der
Weisheits-sphäre stecken. Er bleibt deswegen in der Hierarchie Satanas.
Wir haben gehört, dass der erste Engel der Engel der Liebe, der zweite Engel der Engel der Weisheit ist. Es folgt dann der dritte Engel als unser Schutzgeist. Swedenborg gibt ihm den Namen „Überreste“. Bei unserem Fall ist ein Drittel unserer Seele aufgrund der Gnade Gottes rein geblieben. Diesen Teil hat Gott zurückbehalten und unserem Geburtsgeist als Ummäntelung gegeben. Sie werden auch als Sterne symbolisiert. Es sind die rein gebliebenen Sterne. „Es wird eine Zeit kommen, da die Sonne ihren Glanz verliert, der Mond seinen Glanz und die Sterne vom Himmel fallen“, hat Jesus zu Seinen Jüngern gesagt. Diese Aussage müssen wir auf unser Inneres beziehen. Hier wird die Sonne ihren Schein, der Mond seinen Glanz verlieren und die Sterne werden erlöschen. Bei 99 % der Christen ist der Sonnenschein der Jesu-Liebe verloren gegangen, der Geburtsgeist ist Handlanger unseres Wachbewusstseins und unsere Schutzgeister sind gefallen. Wie konnte dies geschehen? Im Jahre 325 nach Christus ist dieses Übel in Nicäa eingeleitet worden, sanktoniert im Konzil zu Konstantinopel im Jahre 381.
Ein inkarnierter Teufel mit
dem Namen Arius hatte damals den Auftrag, das Gottbild zu zerstören und zu
vermenschlichen. Alle Teilnehmer des Konzils waren im sinnlichen Denken
verhaftet und konnten es nicht durchschauen. Sie wurden Opfer und so auch alle
Christen. Die Trinitäts- oder Dreifaltigkeitslehre spricht von Gott-Vater,
von Gott-Sohn und vom Heiligen Geist in getrennten Personen. Aufgrund des
katholischen Glaubens dürfen die Christen aber nur an einen Gott glauben.
Dies verwirrt sie. Aber die Dreifaltigkeitslehre wurde nicht berichtigt. Sie
wurde auch von der Evangelischen Kirche übernommen. Mit dieser falschen
Gottvorstellung kann der Urgeist der göttlichen Liebe nicht erweckt werden.
Der Liebe- und der Weisheitsgeist können deswegen nicht verschmelzen und
somit kann der Heilige Geist nicht wirksam werden. Der Heilige Geist ist
verbundene und nicht getrennte Liebe und Weisheit. Jesus hat diese Trennung
mit Ehebruch, mit Hurerei bezeichnet. Er sprach diese Worte zu Pharisäern und
Schriftgelehrten, zu ledigen Männern. Sie vermochten Seine Worte nicht zu
verstehen. Aber Jesus meinte die innere Zerstörung oder Trennung von Liebe
und Weisheit.
Die Liebe Gottes äußert sich im Menschen in Form des
Wollenden oder als Neigung. Wir nennen sie auch unsere Lebensliebe. Die Weisheit äußert sich in unserem Verstand, dem
Verständigen und in Gedanken. Wenn sich Verstand und Wille nicht verbinden, dann
können auch die göttliche Weisheit und die göttliche Liebe in uns nicht
verbunden werden. So wie wir innen sind, müssen wir auch außen sein.
Äußerung unserer Überreste und Hilfsgeister
Unsere Überreste sind mehrere Engel.
Der Geist der Weisheit ist ein Scheingeist und kein
wirklicher Geist. Sein Ich entstand im Zuge des Sündenfalles oder des
Austrittes aus Gott. Auch unser Wachbewusstseinsdenken ist nur ein
Schein-Denken. Der Geist des Wachbewußtseins ist ein Schein-Ich, aber es
ermöglicht uns, mit dem Gott-Ich in Verbindung zu treten. Es ist ein Geschenk
Gottes. Hätte uns Gott dieses Wachbewusstseins-Denken nicht gegeben, dann
könnten wir nicht denken. Die Überreste sind Engelswesen, die rein geblieben
sind. Es sind reine Geister Gottes, die uns ihre Dienste anbieten. Sie können
uns aber nur dann dienstbar sein, wenn wir die Gottverbindung wünschen. Daneben sind auch die Überreste Schutzgeister. Sie
sind auch bemüht, unseren physischen Körper immer wieder zu erneuern. Wenn
wir eine Wunde haben, dann heilen sie sie von innen her mit der Kraft der
Liebe und Weisheit Gottes. Mit diesen Kräften stehen sie ständig in
Verbindung. Aus dieser Verbindung erfolgt die Heilung, unsere Beseligung und
unsere Wiedergeburt. Neben diesen Überresten hat uns Gott Hilfsgeister zur
Seite gestellt, sie kommen von außen aus der Weisheitsphäre und wir ziehen
sie an, weil sie in uns Ähnlichkeiten wahrnehmen. So kommen weitere Geister
von außen auch aus der Liebessphäre. Wollen wir ein Gotteswort mit
Hilfe unseres Willens in die Tat umsetzen, dann finden sich Liebesgeister ein.
Örtliche Zuordnung unserer Schutzgeister
Die Geister aus der Liebessphäre dringen in das
Stammgehirn ein, die Geister aus der Weisheitssphäre in das Großgehirn,
sowohl in die rechte wie in die linke Hemisphäre. Zwei Geister der gleichen Art , also Liebes- und
Weisheitsgeister dringen auch in unsere Seelenebene ein. In unseren Geistkörper befinden sich ebenfalls ein
Liebe- und ein Weisheitsgeist. Über alle sechs Geister wacht unser Vater-Gott in
Jesus. In Swedenborg können wir dies auch nachlesen.
Erforderliche Gottdistanz
Von Gott fließen Gedanken der Liebe und Weisheit ungetrennt als Heiliger Geist heraus. Würde der Mensch den Heilgen Geist unvorbereitet empfangen, dann würde der Urgeist der göttlichen Liebe mit dem Geburtsgeist sofort verschmelzen. Dann hätten wir zu Gott keinen Zugang mehr. Um uns zu erhalten, muß sich Gott daher von uns distanzieren. Dies geschieht dadurch, dass Liebe und Weisheit getrennt in uns einfließen, die der Mensch nach seiner Lebensliebe aufnimmt oder verwirft.
In der Selbstbeschau können wir erkennen wie weit wir noch von Gott getrennt sind.
Unser irdisches Leben läuft nach drei Hauptgraden ab,
die sich wie folgt unterscheiden:
1. Grad: Gottesliebe (liebe Gott über alles)
2. Grad: Nächstenliebe (liebe deinen Nächsten wie dich selbst)
3. Grad:
Selbstliebe
Der dritte Grad ist der Selbsterhaltungstrieb. Wenn der
Mensch die ersten beiden Grade nicht belebt, bleibt er in der Selbstliebe
stecken.
Die Geistwerdung der Seele
Wie böse Geister der Hierarchie Satana die Erdenseele umgarnen, ebenso umschweben gute Geister und Engel den Menschen. Gutes und Böses muß sich dabei die Waage halten, damit der Erdgeborene in Freiheit seines Denkens und Wollens gehalten werden kann. Durch die Lebensliebe der Seele angelockt wirken die unsichtbaren Scharen auf die Gedanken, das Wollen, ja auf das ganze Gemüt des Menschen ein. Das Gemüt ist ein neues Bewusstsein. Das entsteht, wenn es einem religiösen Menschen gelingt, seine Willensgeister mit den Verstandesgeistern durch sein Glaubenswahres zu verbinden („Leitwort aus EQ 352 u. NJ 28). Hat ein Gläubiger sich durch irgend ein Gottwort ( aus der Heiligen Schrift oder der Neuoffenbarung) berühren lassen, so wirkt nun die Göttlichkeit, die hinter dem Buchstaben verborgen ruht, belebend auf den Gottgeist der Seele ein. Ein edles Bewusstsein erwacht im Tiefsten der Seele. Wie auf einem besamten Acker treibt die Saat des Gottwortes ihre zarten Grünhalme (=gleich Erleuchtungen oder Innewerdungen) in den Himmel menschlichen Oberbewusstseins (Bewusstsein der drei Kopfgeister). Der Wortwillige wird ein anderer, ein Neuer. Die boshaften und falschbegründeten Geister-Scharen, die bisher mittels menschlicher Sinne aus Selbst- und Weltliebe herrschten, werden durch himmlische Engel abgelöst. Gewohntes Welt-Wollen und übliches Verstandesdenken des Klein- und Großgehirns veredeln sich zu einem geistigen Gemütsempfinden und Herzensdenken.
Der neue Geist aus Jesus, als Urichgeist am Tage der Eingeburt erweckt, verbindet sich mit dem Geburtsgeist zu einem neuen Bewusstsein im Menschen. Die Früchte der Eingeburt und die Lilien lebendigen Herzdenkens sind nun echter Vollglaube, der wahrhaftig bergeversetzend wirkt. Gereift durch verstandesmäßiges Wahres und gotterleuchtete Vernunft erwacht die göttliche Liebe im Herzen der Menschenseele (HG 1904, 1940, EQ 392,6, RB 2/279,5 u. 254,10ff). So wird aus innerer Erkennung des Gottwahren, das durch schriftliche Vater-Offenbarungen hervorgerufen wird, ein neues himmlisches Erkennen und Wollen, welches vom Herrn aus dem Urgeist Gottes kommend über vermittelnde Engel ins geistige Menschbewusstsein (Ichgefühl) eingeflossen ist. Himmlisches Erkennen und Wollen vom Gottgeist erweckt, reifen über Erleuchtung und Innewerden bis zum lebendigen Innen-Wort. Es ist ein stetes Wachsen des Gottgeistes in der Menschenseele. Die göttliche Lehre nennt diese dauernde Geistwerdung um den und im Menschen, wobei die boshaften Geister durch immer bessere Geister und Engel ersetzt oder abgelöst werden, die „Geistige Wiedergeburt“. Durch die allmählich fortschreitende Wiedergeburt werden die ehemaligen Schwarzgeister, die in der Menschenseele herrschten, zum Rande der Seele abgedrängt oder verbannt. Die Verbannung ist keine Strafe, sondern Schutz der reineren Geister und zugleich Schulung der Boshaften, bis sie freiwillig gute Taten wirken lernen. Da alle Niedergeister der Hierarchie Satana materiell gesinnt sind, so lieben sie die Stofflichkeit, flüchten die Geistbereiche und setzen sich im stofflichen Fleische des Menschen fest. Zumeist erst nach dem Sterben kann dann der Gottgeist, mit dem besseren Teil seiner Seele vereint, die Niedergeister nach und nach erlösen. Der erwachte Gottgeist der Seele lockt immer höhere und reinere Engel der Himmel an, die dann im Menschen wohnliche Herberge finden. Dies Geheimnis fasst unser lieber Herr Jesus in folgenden Gleichnis-Worten zusammen, welche Er zu Seinen Jüngern redet:
„Und die Vögel unter dem Himmel werden
kommen und wohnen
Die Vögel stellen hier die seligen Geister und Engel dar, die im gotterweckten Bewusstsein des Menschen inniger und liebender wirken können. Es gleicht dieser göttliche Einfluß einer Art Invasion (=Einfall, Eindringen) himmlischer Heerscharen ins Ichbewusstsein eines Menschen. Da kein Engel aus sich denkt, sondern der Herr durch ihn, so wird Sein Einfluß „Heiliger Geist“ genannt. Der Heilige Geist ist göttliche Wesenheit, göttliches Sein, welches aus göttlichem Selbst kommend aus Vater, Sohn und Himmel oder im Menschen durch den Urichgeist wirksam wird. Nach der Eingeburt sind Geburtsgeist und Urichgeist mit dem reinsten Teil der Menschen-Seele (Überreste und vergeistigte Seele) völlig eins geworden. Der innere, der geistige Mensch ist zum Beherrscher seines äußeren Menschen geworden und die Tierseele ist der Gott-Seele untertan. Nun werden die noch vielen sündigen Böcke der Niederseele von den gottliebenden Schafen der Rein-Seele gesondert. Geistige Wärme und Licht breiten sich in Seele und Körper langsam aus. Das personifizierte Böse und Falsche flüchtet als geistige Nachwesen in die äußersten Randgebiete (=Hölle) der Seele und setzt sich im Fleische des Menschen für ein Weilchen fest. Diese bösen und dunklen Nachwesen unseres einstigen glaublosen Menschen-Wollens, unseres Denkens und Tuns bilden eine eigene Nachwesenwelt, die uns jetzt noch unbewusst ist, nach dem Tode aber als lebendige Jenseitswelt unser Ich als Hauptwesen umgibt. So gestalten wir selbst Himmel und Hölle. So schaffen wir alle Wesen unseres Jenseits, so bilden wir auch die Teufel mit der Rotte des Bösen und den stärksten aus ihnen: Satan. Kein anderer Satan als der selbstgeschaffene wird uns einst im großen Jenseits erscheinen und beängstigen. Doch über all dem wacht unser herzinnerster Gottgeist als liebender Vater. Der allmächtige Urgeist hält seine gläubig-edle Seele solange im Fleische fest, bis die höchste Ernte reiner Nachwesen gesichert ist. Dann erst sinkt der sterbliche Körper ins Grab, wenn vorläufig keine guten Lichtnachwesen mehr aus dem Fleische gezogen werden können. Das allerletzte Herausziehen finsterer Nachwesen geschieht im Zuge der Verwesung. Vereint mit dem göttlichen Urich wirkt die hellere Seele des Erdenmenschen als liebendes Erlöser-Paar. Da werden die Toten aus den Gräbern geholt, die Kranken geheilt, die Verstockten ans Licht gerufen. Der strahlende Held Jesus bekehrt und verklärt je nach Willigkeit der Nachkinder die Dunkelscharen im Glanze und Feuer Seines Heiligen Geistes.
In den schönen Jenseitswerken Lorbers (Bischof Martin, Robert Blum und Geistige Sonne) verkündet der Herr die Erlösung unserer Nachwesenschaft. Die vielen mühsamen Kleinarbeiten an den Wesen, ihre Belehrung und Weiteführung bis zur Bekehrung und Besserung des letzten Starrsinnigen, all dies wird in lebhaften Bildern dem Neuoffenbarungs-Leser dargestellt. Da können aufmerksame Wortleser im „Bischof Martin“ oder „Robert Blum“ ihre eigene Auferstehung des Leibes vorweg erschauen. Sie können in spannenden Schilderungen der Jenseitsberichte jetzt schon die Verklärung ihrer Dunkelwesen einleiten, damit sie dann jenseits leichter mit ihnen fertig werden. Wenn der menschliche Geist mit seinem besseren Teil der Seele schon längst vereint in den Armen Gottes, ja am Herzen Jesus liegt, da kämpfen noch unzählige Widerspenstlinge gegen einflutendes göttliches Licht und wider die väterliche Liebe. Ist auch ein edles Seelen-Herz umfangen vom Strahlenkranze göttlicher Liebe und Weisheit, so wüten noch immer viele Höllengeister im Fleische. Die boshaften Niederscharen reizen alle anderen zum Widerstand gegen Gott und Himmel und verlocken selbst manche schwachen Reingeister der Seele. Über all dem Kampf und Streit aber wacht ein liebender Vater und wartet geduldig bis der letzte Schwarz-Albe (=Geistwesen, die den Schlafenden zu ersticken drohen) zum Herrn findet. Unerkannt und verborgen steht Jesus abseits und harrt, bis Seine Schattenkinder den Gräbern ihres Eigenwahns entsteigen. Der Allgütige wartet bis der Letzte „Liebe und Leben“ sucht und findet. Eines weiß der Allwissende: Alle finden irgendwann einmal heim. Während die Schlaftrunkenen noch zaudernd und zagend im Gottesfernen verweilen, da lebt das Edel-Ich der Menschen-Seele bereits in Einheit mit seinem Vater. Das rein gewordene Ich, bräutlich dem Göttlich-Geliebten vereint, wandelt segnend durch die Finsterreiche und hilft mit am großen Erlösungswerk.
Alles Geschaffene schweigt, hält stille, erleidet
einzig nur „Göttliches Wirken“. Da flutet des Wortes ewiges Licht, da
flammt des Heligen Vaters unendliche Liebe in der geläuterten Seele. Es
erneuert der „einige Geist“ die vielen seligen Geister im sehnenden
Gemüte.
„Ewigkeit hat Zeiten durchdrungen,
Unendlichkeit den Raum bezwungen.
Die Vielen sind im „Einen“
Und Gottes Ich in Deinem!“