----- Original Message -----
From: CSchm
To: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Sent: Thursday, September 26, 2002 8:30 AM
Subject: AW: [Freundeskreis-Lorberliste] Schützenhilfe durch Hildegard

 
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 Liebe Freunde, 
 
allzu passend kommt mir dies Zitat von Hildegard zu Bingen ins Geschehen. Es drückt sehr klar das aus, was mein Gemüt mir bestätigt und ich versucht habe in der Aufforderung zur Mitgestaltung auszudrücken.
Ich hoffe das dies Zitat nicht als Mail von außerhalb gilt. Wenn sie auch von außerhalb gekommen ist.
 
Es drückt so ziemlich alles aus, was wir verinnerlichen und beherzigen sollen auf unserem Weg ins Reich des unsterblichen Geistes, oder auch Paradies genannt.
Dies kommt nicht zu uns! Wir müssen es uns holen. Und da ist die tätige Nächstenliebe oder vielzitierte Liebestat der ehrbare Weg zum Ziel.
Das Neue Jerusalem, der neue Mensch, die neue Erde, kann nur durch unsere Arbeit und Mitarbeit entstehen. Zu diesem Zwecke werden wir ausgebildet und geschult. Zu diesem Zwecke haben wir die Gnaden erhalten, die bei rechter Anwendung ähnlich der Entsprechung über die Kraft, immer weiter wachsen werden. Erst dann, bei Nutzung dessen was wir haben, um dies gelobte Ziel zu erreichen, wird es auch so etwas wie ein echte Wiedergeburt geben.  ( quasi um mal menschlich zu reden,. vom Spargel Tarzan zum Mister Universum, was natürlich geistig zu verstehen ist)
Verinnerlichung ist der Weg durch die Bezähmung des Fleisches, welches die Seele in uns reinigt. Doch die Liebestat, und sei sie auch noch so undenkbar, wird der Weg sein, um der Seele die Tür ins Herzenkämmerlein, den freien und unsterblichen Geist Gottes in uns zu öffnen.  
Und geboren werden, heißt immer auch Schmerz zu empfinden. In diesem Fall ist es der Schmerz abzugeben. Sich voll mit aller Konzentration, allem Fleiß und aller Tugend, aller Strebsamkeit und allem Gebet voll einzubringen in einen Strohhalm, der aber selbst für den Untergehenden noch existenziell sein kann. Denn er läßt Luft zum atmen durch. So wie wir alle jetzt Luft, geistiges Neu Verständnis des Lebens an sich, brauchen um weiterhin erfolgreich hier auf Erden zu leben, ohne das uns die Wucht der Zulassung dazu zwingen muß. Und sie wird es tun.
Die Kräfte des jenseits,
Die Kräfte des Jenseits, sind die Kräfte die auf unseren guten Wille warten. Nicht wir sollen auf Sie warten, das sie alles zum Besten richten werden, sondern Sie warten auf uns. Wir sind es doch, die als Kinder des Allerhöchsten auch Erben sein werden. Schöpferische Erben!! Und da ist es doch nur allzu logisch, das wir im jetzigen Stand der Entwicklung bereits hier auf Erden von dieser Kraft zeugen müßen. Eingreifen in das Geschehen um uns herum! Es mitgestalten. Schöpferisch tätig sein,. und die Kraft von oben wird nicht lange auf sich warten lassen.
 
 
Im freien Spiel der Kräfte sich dieser guten Elemente, als da wären Barmherzigkeit, Liebe, Weisheit und Demut zu üben, ist doch erst der wahre Mensch. Frei!! Und doch an die Ordnung Gottes gebunden. Erbe und somit Nutzer dieser Kräfte sein, und doch kein Gott, der sie erschaffen hat. Aber zeugen davon, das es sie gibt, sollen wir schon. Und da ist ein sich nach außen wenden unabkömmlich. Der neue geistig orientierte Mensch soll sowohl nach innen wie nach außen leben. Nie war es nötiger für die Rettung der Welt, sich mit seinem Zeugnis nach außen zu wagen. Und die Kräfte von oben, nachdem wir alles getan haben, was in unserer naiven Macht steht, werden nicht auf sich warten lassen.
 
Ist es mir als Gläubigen bewusst, das Christus in mir wirklich lebt, wie kann ich dann noch glauben, ich wäre zu schwach? Das sei ferne von uns, vielmehr sind wir stark im Herrn und somit unschlagbar. Selbst wenn sie uns das Leben nehmen würden, so hätten wir doch alles gewonnen, weil wir Zeugnis von Ihm, dem Herrn angegeben haben.
 
Es steckt also weit aus mehr in uns als wir annehmen. Wir glauben es zwar, wir reden davon. Doch leben wir diese Erkenntnis auch wirklich? Nur Mut liebe Freunde. Es wird gelingen, weil es unter einem guten Stern steht . Lorber spricht davon, Hildegard spricht davon. Also sprechen wir auch davon. Von der Mitarbeit im freien  Spiel der Kräfte.
 
Tja!!
 
tschüß
christian
 
 

Hildegardis abatissa:

Das ist die Kraft,
lieber Volmar,
daß im Auge des Sturms
ein Kind
schlafen kann.
Was bleibt,
lieber Volmar,
wenn wir uns für das Kind entschieden haben,
für das Leben,
für Gott?


Volmar secretarius:

Hildgard, ich verstehe nicht...



Hildegard abatissa:

Ja glaubst du denn, wir würden das Paradies
wie ein fertiges Geschenk
in den Schoß gelegt bekommen,
wir bräuchten uns gleichsam nur hinüberträumen,
ohne etwas eigenes zu tun? -
Das Paradies, das neue Jerusalem,
die neue Erde mit den neuen Menschen,
kann nur durch unsere Arbeit und Mitarbeit entstehen. -
Es ist gleichsam so, als wären wir schwanger, Volmar,
als hätten wir ein Kind empfangen.
Gott gibt uns die Kraft dazu.
Seine Kräfte umwerben uns und verbinden sich mit uns.
Doch austragen und gebären
müssen wir das Kind selber.
Du weißt, daß die ganze Schöpfung in Wehen liegt
und wartet auf die Herrlichkeit der Kinder Gottes
.

Volmar secretarius:

Aber wie kann das geschehen, Hildegard?
Wir Menschen sind viel zu schwach,
wir sind  gebrochen und krank.


Hildgard abatissa:

Du hast recht, Volmar,
der Mensch allein ist zu schwach.
Er muß sich also der Liebe Gottes öffnen.
Nur in Seiner Kraft und Seiner Liebe
kann er das Werk vollbringen
und Freiheit und Leben finden. -
Der Mensch ist zum Hüter des Lebens
und zum Hüter der Schöpfung bestellt.
Im freien Spiel der Kräfte Gottes
findet er sich und das Leben.
-
Dieses Leben ist Christus.
-


Nicht ich lebe, lieber Volmar, sondern Christus lebt in mir.



Volmar secretarius:

Das hat Paulus gesagt.


Hildgard abatissa:

Jeder Mensch soll es sagen.



Volmar secretarius

Was heißt es?


Hildegardis abatissa:

Es ist die Auferstehung, die neue Geburt:
Ich lebe, doch nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir.



Volmar secretarius:

Habt ihr keine Angst, euch so aufzulösen?



Hildegardis abatissa:

Der neue Mensch in mir hat keine Angst;
erst durch die Auferstehung Christi
werde ich in meine eigentliche Freiheit gesetzt;
der alte freilich fürchtet sich noch;
der alte wird sterben,
doch mit dem neuen  bin ich bereits auferstanden.